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Unser Online-Adventskalender

Dienstag der ersten Woche im Advent - 1. Dezember

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas   

21 In dieser Stunde rief Jesus, vom Heiligen Geist erfüllt, voll Freude aus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen.  22 Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden; niemand weiß, wer der Sohn ist, nur der Vater, und niemand weiß, wer der Vater ist, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.  23 Jesus wandte sich an die Jünger und sagte zu ihnen allein: Selig sind die, deren Augen sehen, was ihr seht.  24 Ich sage euch: Viele Propheten und Könige wollten sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und wollten hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört.

Voll Freude Gott loben! Wer das kann, dem geht es richtig gut. Jesus sieht, was für uns oft verborgen bleibt – vielleicht weil wir uns selbst viel zu wichtig nehmen? Den „Unmündigen“ scheint etwas zugänglich zu sein, was Weise und Kluge nicht erkennen können. Der Advent könnte für uns eine Tür aufmachen. Was werden wir sehen, wenn wir…



Fest des Heiligen Andreas, Apostel - 30.11.2020


Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus
In jener Zeit  18 als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er zwei Brüder, Simon, genannt Petrus, und seinen Bruder Andreas; sie warfen gerade ihr Netz in den See, denn sie waren Fischer.  19 Da sagte er zu ihnen: Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen.  20 Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.  21 Als er weiterging, sah er zwei andere Brüder, Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; sie waren mit ihrem Vater Zebedäus im Boot und richteten ihre Netze her. Er rief sie,  22 und sogleich verließen sie das Boot und ihren Vater und folgten Jesus.

Würde ich wie der Apostel Andreas alles stehen und liegen lassen, um Jesus nachzufolgen?  Wo blieben da all meine liebgewonnenen Sicherheiten?  Jesus braucht auch heute Menschen, die seine Frohbotschaft verkünden – in Wort und Tat – mit Hand und Fuß. Auf meinem Weg durch den Advent will ich hinhören, wenn Gott mich ruft.



1. Adventssonntag B - 29.11.2020

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus:

Jesus sprach zu seinen Jüngern:  24 In jenen Tagen, nach der großen Not, wird sich die Sonne verfinstern, und der Mond wird nicht mehr scheinen;  25 die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden.  26 Dann wird man den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken kommen sehen.  27 Und er wird die Engel aussenden und die von ihm Auserwählten aus allen vier Windrichtungen zusammenführen, vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels.  28 Lernt etwas aus dem Vergleich mit dem Feigenbaum! Sobald seine Zweige saftig werden und Blätter treiben, wisst ihr, dass der Sommer nahe ist.  29 Genauso sollt ihr erkennen, wenn ihr all das geschehen seht, dass das Ende vor der Tür steht.  30 Amen, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis das alles eintrifft.  31 Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.  32 Doch jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der Vater.  33 Seht euch also vor, und bleibt wach! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist.  34 Es ist wie mit einem Mann, der sein Haus verließ, um auf Reisen zu gehen: Er übertrug alle Verantwortung seinen Dienern, jedem eine bestimmte Aufgabe; dem Türhüter befahl er, wachsam zu sein.  35 Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, wann der Hausherr kommt, ob am Abend oder um Mitternacht, ob beim Hahnenschrei oder erst am Morgen.  36 Er soll euch, wenn er plötzlich kommt, nicht schlafend antreffen.  37 Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Seid wachsam!

Liebe Gemeinde,

da ist schon wieder dieses miese Gefühl: Obwohl ich mich so sehr beeilt hatte, bin ich zu spät dran. Die Fenster meines Autos sind zugefroren und das kostet mich noch mehr Zeit. Zur Sitzung werde ich wieder einmal zu spät kommen. Hoffentlich macht niemand eine dumme Bemerkung. Und das schlimmste an all dem: Ich hätte ja früher dran sein können, wenn ich den Wecker nicht fünfmal stummgeschaltet und den Kaffee nicht verschüttet hätte. Mein Ärger über mich selbst könnte nicht größer sein. Wenn ich wenigstens einem anderen die Schuld geben könnte. Zu spät! Da muss ich jetzt durch.

Und dann auch noch dieses Evangelium: „Seid wachsam! Denn ihr wisst nicht, wann der Hausherr kommt.“ Sagt mir da Jesus tatsächlich, dass ich sein Wiederkommen in diese Welt verschlafen kann? Ist es wirklich möglich, dass ich mein Leben lang mehr oder weniger fromm sein kann und am Ende dann doch in der Gefahr schwebe, den alles entscheidenden Augenblick zu verpassen? Wie passt das zusammen mit all den anderen Bildern: dem guten Hirten, der keine Mühe scheut, ein einziges verlorenes Schaf zu finden? Wie passt das zusammen mit den Erzählungen über Jesus, der die Verlorenen aufsucht und jedem nochmal und nochmal und nochmal eine Chance gibt? Lässt Gott tatsächlich zu, dass wir zu spät dran sind und Jesu Wiederkunft verpassen?

Jeder, vor dessen Augen schon mal der letzte Zug vor der Nase abgefahren ist, weiß: Es gibt ein „Zu-spät“. Es gibt ein „Zu-spät“, wenn ein Paar konsequent wegschaut, was in ihrer Ehe schief läuft, wenn diese beiden Menschen nicht mehr aufrichtig miteinander reden können, wenn die eine die Schuld nur beim anderen sucht, wenn dieser sich immer nur wegduckt. Es gibt ein „Zu-spät“, wenn jemand seine Rechnungen nicht mehr bezahlt, sich um nichts mehr kümmert, alles laufen lässt, bis nichts mehr läuft. Es gibt ein „Zu-spät“, wenn jemand an der Börse zockt, immer höhere Risiken eingeht, um auf Kosten anderer absurd hohe Gewinne einzustreichen und den Augenblick nicht erkennt, wann er den Bogen überspannt hat. Es wird ein „Zu-spät“ geben, wenn wir weiterhin die Umwelt zerstören und bereits heute die Ressourcen verbrauchen, die eigentlich den Generationen nach uns erst zustehen. Zu spät? In unserem „weltlichen“ Leben gibt es tatsächlich „Zu späts“. Zuallerletzt wird da ja unser eigener Tod sein, der uns daran hindern wird, all das noch mal einzufangen, was wir verpasst oder falsch gemacht haben.

In meinem Glauben gibt es den Trost, dass in Gottes Händen einmal alle diese weltlichen „Zu späts“ aufgefangen werden durch Gottes Liebe und durch seine Barmherzigkeit. Doch der heutige Text aus dem Markusevangelium kratzt ein wenig an dieser Vorstellung: „Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, wann der Hausherr kommt, ob am Abend oder um Mitternacht, ob beim Hahnenschrei oder erst am Morgen. Er soll euch, wenn er plötzlich kommt, nicht schlafend antreffen.“ Was passiert mit mir, wenn Jesus mich bei seiner Wiederkunft nicht wach, sondern schlafend antrifft? Weshalb warnt Jesus seine Jüngerinnen und Jünger davor, dass genau dies geschehen kann, wenn wir nicht wachsam sind?

Wer sich mal die Mühe macht, das ganze Markusevangelium am Stück vom Anfang bis zum Ende durchzulesen, wird feststellen, dass es voller Missverständnisse steckt: Zum Beispiel erklärt Jesus, er gehe nach Jerusalem, um dort zu leiden und zu sterben; aber er werde am dritten Tag auferstehen vom Tod. Seine Jüngerinnen und Jünger streiten sich währenddessen darüber, wer von ihnen einmal der Größte im Himmel sein werde. „Ein Kind!“ wird Jesus erwidern. Doch niemand wird ihn verstehen, geschweige denn ernst nehmen. Sie halten sich viel mehr an ihre eigenen Vorstellungen davon, wie Jesus ihrer Meinung nach zu sein hat. Sein Leiden und sein Sterben haben in ihrem Wunschdenken keinen Platz.

Dagegen kämpft Jesus an: „Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, wann der Hausherr kommt… Er soll euch, wenn er plötzlich kommt, nicht schlafend antreffen.“ Zu der Zeit, als diese Worte niedergeschrieben wurden, war jede und jeder davon überzeugt, dass der Jüngste Tag unmittelbar bevorstehe. Nach fast zweitausend Jahren beschäftigt uns die Frage nach diesem Jüngsten Tag kaum noch, zu oft wurde mit seiner Vorhersage Schindluder getrieben. Können wir damit Jesu dringlichen Appell, wachsam zu sein, getrost zur Seite schieben? Ich meine nein! Wer sich die Zeit nimmt, in sich zu gehen, dem werden viele Beispiele einfallen, wo unsere Wachsamkeit heute allemal gefragt ist: Wenn Jesus Botschaft vom Reich der Liebe Gottes verbogen und missbraucht wird; wenn Fakten geleugnet und Menschen manipuliert werden; wenn Stärkere die Rechte der Schwächeren mit Füßen treten; wenn wir die Natur gnadenlos ausbeuten. „Seid also wachsam!“ Jesu Weckruf ist so viel mehr als die Warnung davor, seine Wiederkunft in Herrlichkeit zu verpassen. Jesu Weckruf ist vielmehr seine Aufforderung, in inniger Verbindung mit ihm, die Zeichen unserer Zeit zu erkennen und zu deuten. Wir werden immer wieder mal zu spät dran sein. Aber eine Grundhaltung der Wachsamkeit kann in und um uns herum manches verändern. Zuallererst werden wir erkennen: Jesus Christus ist mit uns auf dem Weg und lehrt uns, die Welt mit seinen Augen zu sehen.





Zur Seelsorgeeinheit Unterm Staufen gehören die Orte

- Rechberghausen mit der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt
- Adelberg mit der Ulrichskapelle
- Börtlingen mit der Heilig Geist-Kirche
- Wangen mit St. Johannes Evangelist

- Wäschenbeuren mit St. Johannes Evangelist
- Birenbach mit der Wallfahrtskirche Zur Schmerzhaften Mutter Gottes
- Maitis mit der Leonhardskirche

Schön, dass Sie sich für Gott in der Welt interessieren!

Als Katholische Kirche versuchen wir, unseren Glauben in vielen verschiedenen Gruppen und Kreisen zum Ausdruck zu bringen. Hinter den nebenstehenden Buttons verbergen sich unterschiedliche Angebote und Informationen.

Als Pastoralteam stehen wir auch persönlich für Sie zur Verfügung:

Pfarrer Reiner Stadlbauer
Pastoralreferentin Felicitas Schaaf
Pastoralreferentin Agnes Steinacker-Hessling










 

 

Kirche Rechberghausen

Katholische Kirche
Mariä Himmelfahrt
in Rechberghausen

Kirche WB

Katholische Kirche
St. Johannes
Evangelist
in Wäschenbeuren

Kapelle Adelberg

Ulrichskapelle
in Adelberg

Kirche Boertlingen

Heilig Geist Kirche
in Börtlingen

Kirche Wangen

St. Johannes Evangelist
in Wangen

Kapelle Maitis

Leonhardskapelle
in Maitis

Kirche BI 2014

Wallfahrtskirche
in Birenbach